Influx-VA

Die Influx-VA verfolgt ein klares Ziel: eine leistungsfähige, umweltfreundliche und technisch stabile Windkraftlösung mit vertikaler Achse zu schaffen, die das volle Potenzial moderner Steuerungstechnologie ausschöpft. Durch die präzise Abstimmung der Flügel- und Rotorbewegung auf die Windverhältnisse soll nicht nur die Effizienz maximiert, sondern auch ein neuer Maßstab im Bereich der vertikalen Windenergieanlagen gesetzt werden.

Das Video zeigt die Rotor- und Flügelbewegung einer Influx-VA Windkraftmaschine während einer vollständigen Umdrehung. Delay-Zeiten steuern gezielt den Rotordrehablauf, um aerodynamische Effekte und den Energieertrag zu optimieren. Segmentmarkierungen und Symbole (Wind / Motor) verdeutlichen, in welchen Phasen der Flügelmotor aktiv ist und in welchen Phasen Energie aus dem Wind gewonnen wird. Die Flügelpositionierung erfolgt unabhängig vom Rotorwinkel, gesteuert durch ein vordefiniertes Bewegungsprofil.
Gezeigt wird eine vollständige Rotation (360°), visualisiert aus einem Steuerprofil in Excel.

Influx-VA die innovative Windkraftanlage mit vertikaler Achse

Die Influx-VA ist ein fortschrittliches Windkraftsystem mit vertikaler Achse, das sich durch motorisch verstellbare Flügel und prozessorgesteuerte Mechanik auszeichnet. Diese Anlage soll die Nachteile herkömmlicher vertikaler Windkraftanlagen, wie Ineffizienz und Resonanzprobleme,
überwinden und durch zusätzliche Energieeffekte eine höhere Energieausbeute erzielen. Mit einem geplanten Energieertrag von 20 bis 50 % der theoretischen Windenergie strebt die Influx-VA hohe Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit an.

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Der aktuelle Entwicklungsstand umfasst die
Konstruktion, intelligente Steuerungssysteme und die Vorbereitung eines Prototyps, der am Fraunhofer IWES getestet werden soll. Diese innovative Technologie könnte die Effizienz von
Windkraftanlagen mit vertikaler Achse deutlich steigern, was von der DLR und dem Fraunhofer IWES unterstützt wird. Die Influx-VA hat das Potenzial, eine umweltfreundlichere und sozial
verträglichere Alternative zu bestehenden Windkraftanlagen zu bieten und einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten.

Influx-VA 52m Model

Die Influx-VA wird in einer Zielgröße von 52 m entwickelt, weil diese Bauhöhe einen technisch und wirtschaftlich sinnvollen Kompromiss zwischen Leistungsfähigkeit, Genehmigungsfähigkeit und Marktchancen darstellt.


Im Vergleich zu großen, klassischen Windenergieanlagen mit horizontaler Achse liegt die 52-m-Klasse deutlich unterhalb der üblichen Großanlagen. Dadurch ergeben sich Vorteile bei:

  • Genehmigungsverfahren und Standortwahl
  • Integration in bestehende Infrastrukturen
  • Akzeptanz im Umfeld bebauter oder gewerblich genutzter Flächen Transport, Montage und Wartung


Gleichzeitig ist die Anlage groß genug, um das Maschinenprinzip der Influx-VA unter realistischen Leistungsbedingungen zu untersuchen und energetisch einzuordnen. Die 52-m-Version dient daher als Referenzsystem für die modellbasierte Bewertung des Energieertrags und für die spätere Skalierbarkeit des Konzepts.


Wichtig ist: Die 52-m-Anlage wird im Rahmen der aktuellen Projektphase nicht gebaut. Sie stellt das Zielsystem dar, auf dessen Basis Simulationen, Vergleichsanalysen und technische Konzepte entwickelt werden. Die experimentelle Validierung erfolgt zunächst an einem kleineren Prototyp, der das Funktionsprinzip überprüft und die Aussagen zur 52-m-Version präzisiert.


Mit der Influx 52 M wird bewusst eine Anlagengröße gewählt, die wirtschaftlich relevant ist, ohne in direkte Konkurrenz zu bestehenden Großanlagen zu treten. Sie soll dort eingesetzt werden, wo klassische Systeme aus baulichen, genehmigungsrechtlichen oder standortspezifischen Gründen nicht realisierbar sind.

Dynamik und Herausforderungen der Rotorblattbewegung

Bei einer Windkraftanlage mit vertikaler Achse, wie der Influx‑VA, verändert sich die Windrichtung aus Sicht eines einzelnen Rotorblatts ständig im Verlauf einer Umdrehung. Diese wechselnden Strömungsverhältnisse stellen hohe Anforderungen an die Steuerung und Auslegung der Flügel.

Im Detail durchläuft jedes Rotorblatt vier charakteristische Positionen:

  1. Flügelspitze im Wind:
    Der Wind trifft direkt auf die Spitze des Blatts – hier entsteht nahezu keine Drehwirkung.
  2. Optimale Anströmung:
    Der Wind trifft in einem idealen Winkel auf die volle Fläche des Flügels und erzeugt den maximalen Antrieb.
  3. Windschattenbereich:
    Das Blatt befindet sich auf der Rückseite der Rotation, abgeschirmt vom Wind – die Antriebskraft sinkt deutlich.
  4. Gegenwindzone :
    In der kritischsten Phase wirkt der Wind mit voller Kraft gegen die Bewegungsrichtung des Blatts – ein erheblicher Widerstand entsteht.

Diese ständig wechselnden Kräfte machen deutlich, wie anspruchsvoll die Steuerung eines vertikalen Rotors ist – insbesondere im Vergleich zu konventionellen Windrädern mit horizontaler Achse.

Dort bewegen sich die Spitzen der Rotorblätter mit dem 6- bis 8‑fachen der Windgeschwindigkeit – so schnell, dass Vögel oft keine Chance haben, ihnen auszuweichen. Die Influx‑VA dagegen arbeitet als Widerstandsläufer, bei dem sich alle Rotorbewegungen langsamer als der Wind selbst vollziehen. Das macht sie nicht nur energieeffizient, sondern auch deutlich umweltfreundlicher und tierverträglicher.

Influx-VA Doku-Katalog

Der Doku-Katalog bietet einen kompakten Überblick über das innovative Windkraftkonzept Influx-VA.
Er enthält technische Grundlagen, Simulationsdaten, Prototypentwicklungen und eine Übersicht der wichtigsten Projektdokumente.

Ideal für Partner, Förderer und Interessierte, die sich schnell und fundiert in das Projekt einarbeiten möchten.